Bei einer Arachnoidalzyste (oder auch intra-arachnoidale Zyste, meningeale Zyste, leptomeningeale Zyste oder arachnoidales Divertikulum) handelt es sich um eine Liquor-gefüllte herdförmige tropfenartige Erweiterung innerhalb der Hüllen des Rückenmarks bei Hunden und Katzen. Die Zyste drückt auf das Rückenmark, wodurch es zu Lähmungserscheinungen an den Vorder- und/oder Hintergliedmaßen kommen kann. Eine solche Zyste wird vorwiegend durch eine Fehlbildung während der Embryonalentwicklung hervorgerufen, selten ist sie durch Traumata bedingt. Die Zysten kommen hauptsächlich in der Halswirbelsäule und im hinteren thorakolumbalen Bereich vor.
Symptome treten in der Regel bei jungen Tieren vor dem ersten Lebensjahr auf und äußern sich vorwiegend als Ataxie mit Hypermetrie und Paresen. Schmerzen werden in der Regel nicht beobachtet.
Die Diagnose wird mittels der bildgebenden Verfahren (Myelographie, CT oder MRT) gestellt. Durch einen chirurgischen Eingriff kann eine Dekompression des Rückenmarkes erreicht werden.

 

CT-Transversal Schnittbild mit Kontrastmittel. Pfeile zeigen die Komprimierung des Rückenmarks.

CT-SChnittbilder mit Kontrastmittel. Oben: Seitliche Ansicht mit Stopp des Kontrastmittels aufgrund der Arachnoidalzyste. Unten: Ansicht von Oben auf die Arachnoidalzyste

 

Intraoperative Aufnahme mit eröffneter Arachnoidalzyste und freiliegendem Rückenmark

© 2013 Vetclinic BOZEN - Dr. Georg Moser - Dr. Simon Kirchler