Ein Welpe hat unabhängig von seiner Rasse oder seiner Körpergröße immer einen höheren Bedarf an Energie und Nährstoffen als ein ausgewachsener Hund, wenn man dies pro Kilogramm seines Körpergewichts berechnet. Besonders im Welpenalter ist es wichtig, mit einem geeignetem Futter den Anforderungen des wachsenden Hundes gerecht zu werden. Jedoch in Anbetracht der vielen unterschiedlichen Rassen variieren auch die Anforderungen aufgrund der Größe.

Dabei kann man unterteilen in:

Hunde mit Erwachsenemgewicht von 1-10 kg: „Mini“

Hunde mit Erwachsenemgewicht von 11-25 kg: „Medium“

Hunde mit Erwachsenemgewicht von 26-44 kg: „Large“

Hunde mit Erwachsenemgewicht von 45-100 kg: „Giant“

Zu beachten gilt, dass jede Hundegröße einen eigenen Wachstumsrhythmus besitzt. Hunde, die der Klasse „Mini“ zugerechnet werden, sind mit 10 Monaten ausgewachsen, jene der Klasse „Medium“ mit 12 Monaten, die Klasse „Large“ wächst bis 15-18 Monate und die Klasse „Giant“ ist mit 24 Monaten ausgewachsen. Aufgrund der unterschiedlichen Wachstumsgeschwindigkeiten lässt sich schon erahnen, dass jede Klasse einen unterschiedlichen Gehalt von Rohstoffen im Futter benötigt.

 

  • Hunde “Mini”

Hunde der kleinen Rassen haben eine kurze und schnelle Wachstumsphase und benötigen deshalb ein Futter reich an Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten, damit eine gute Entwicklung des Muskel- und Knochenapparates gewährleistet wird. Außerdem ist es erforderlich, dass die Futtermittel wegen der hohen Sensibilität des Verdauungstraktes und des schwachen Zahnapparates leicht verdaulich und vor allem leicht kaubar sind.

  • Hunde “Medium”

Im Laufe ihres Lebens werden sie ihr Gewicht um etwa das 50-Fache steigern. Deshalb sollte das Futter eine erhöhte Konzentration an Energie und Nährstoffen, insbesondere Mineralstoffe ( Kalzium und Phosphor) enthalten, um eine gute Mineralisierung der Knochen und ein ausgeglichenes Wachstum zu ermöglichen.

  • Hunde “Large”
     
    Sie benötigen eine ausgewogene Fütterung ohne übermäßigen Fettanteil, jedoch mit ausreichend Mineralstoffen, damit eine gute Mineralisierung der Knochen gewährleistet wird.

 

  • Hunde “Giant”
    Ihr Körpergewicht erhöht sich um das 80-100 Fache. Entscheidend ist eine kontrollierte Gewichtszunahme, um während der Wachstumsphase eine optimale Entwicklung des Skeletts und der Gelenke zu begünstigen. Dies ist besonders wichtig, da die Gelenke dieser Hunde im Erwachsenenalter besonders stark beansprucht werden.

Heutzutage gibt es, was die Fütterung von Hunden betrifft, hauptsächlich zwei Meinungen: Fertigfuttermittel oder Fütterung mit Selbstgekochtem.

Wenn Sie sich entscheiden, selbst für Ihren Hund zu kochen, ist auf eine ausgewogene Zusammenstellung der Nahrungsmittel zu achten und diese evtl. mit Mineralstoffen und Vitaminen zu ergänzen. Außerdem gibt es bestimmte Nahrungsmittel (Zwiebel, Trauben, ..), die von Hunden nicht vertragen werden. Bei den Fertigfuttermitteln unterscheidet man zwischen Trocken- und Feuchtfutter. Sowohl Feucht- als auch Trockenfutter enthalten alle notwendigen Nahrungsbestandteile in ausgewogenem Maße. Der Unterschied liegt einzig in der Art der Konservierung und im Gehalt an Wasser. Während Feuchtfutter aus bis zu 80% Wasser besteht, muss bei einer Fütterung mit Trockenfutter immer ausreichend frisches Wasser angeboten werden.

Fütterung mit Trockenfutter

Handelsübliches Trockenfutter hat sicherlich einige große Vorteile (leicht konservierbar, billiger, ..), doch ist hierbei einiges zu beachten. Wenn man die Marke eines Trockenfutters wechseln sollte, ist ein gradueller Umstieg vorzunehmen. Das bedeutet, dass man dem bisher Verfüttertem, im Zeitraum von 8-10 Tagen, eine täglich steigernde Menge vom neuen Futter hinzumischt. Sollten es sich auch immer um Welpenfutter handeln und rein visuell kein Unterschied ersichtlich zu sein, so soll doch bedacht werden, dass alle Futtermittel in ihren Zusammenstellungen teilweise erheblich variieren. Und da jede Futterumstellung Magen-Darmprobleme hervorrufen kann, ist es empfehlenswert, auf eine solche zu verzichten oder wenn doch notwendig, eine graduelle Umstellung vorzunehmen.

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