Sind Schutzimpfungen zuverlässig?

Dies kann grundsätzlich bejaht werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind:
Der Hund bzw. die Katze müssen zum Zeitpunkt der Impfung vollwertig ernährt und gesund sein. Ein geschwächter, kranker Organismus bildet keine oder nur eine ungenügende Immunität aus.
Eine Entwurmung ist in der Regel notwendig. (ca. 2 Wochen vor der fälligen Impfung)
Beim Impfverfahren wird zwischen Grundimmunisierung und Wiederholungsimpfungen unterschieden: Grundimmunisierung bedeutet den erstmaligen Aufbau eines Impfschutzes und besteht in der Regel aus Erst- und Zweitimpfung, die in einem Abstand von ca. 3 bis 4 Wochen erfolgen müssen. Die Schutzwirkung ist zeitlich begrenzt und im einzelnen unterschiedlich lang. Daher müssen Wiederholungsimpfungen regelmäßig und in bestimmten Abständen vorgenommen werden. Dies ist unbedingt notwendig, um einen andauernden Impfschutz zu erreichen. Für die Impfung stehen moderne Impfstoffe zur Verfügung, die in kleiner Dosis eine maximale Schutzwirkung haben. Meist werden Kombinations-Impfstoffe angewendet, so dass der Hund oder die Katze mit nur einer Injektion gleichzeitig gegen mehrere der beschriebenen Infektionskrankheiten geimpft werden kann.

 

SCHUTZIMPFUNGEN HUND
 

Schon als Welpe ist der Hund durch Infektionskrankheiten gefährdet, gegen die er nur durch vorbeugende Impfungen geschützt werden kann.

Wichtige Infektionskrankheiten des Hundes, gegen die eine Schutzimpfung möglich ist:

- Staupe
- Ansteckende Leberentzündung (Hepatitis contagiosa canis)
- Zwingerhusten
- Parvovirose
- Leptospirose und
- Tollwut

Zu welchem Zeitpunkt soll der Hund geimpft werden?

Dazu ist eine Vorbemerkung notwendig. Durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen Erregern oder aufgrund von Impfungen bildet der Organismus Schutzstoffe, die so genannten Antikörper. Diesen Selbstaufgebauten Schutz nennt man aktive Immunität. Im Gegensatz dazu bedeutet passive Immunität, dass die Schutzstoffe von außen, beispielsweise mit der Muttermilch, zugeführt werden. Ein säugender Welpe erhält also einen passiven Infektionsschutz, der jedoch im Allgemeinen zwischen der 6. und 12. Lebenswoche abgebaut wird. Es ist daher unbedingt ratsam, das Jungtier frühzeitig schutzimpfen zu lassen, um es nicht zunehmend der Gefahr einer Infektion auszusetzen. Der Aufbau eines wirksamen Impfschutzes ist - wie schon erwähnt - an die Grundimmunisierung gebunden. Diese sollte am besten ab der 8. Lebenswoche mit der Erstimpfung gegen Staupe, H.C.C., Parvovirose, Zwingerhusten und Leptospirose beginnen. Wegen der eventuell noch vorhandenen, vom Muttertier erworbenen Schutzstoffe muss etwa 3 bis 4 Wochen später die Zweitimpfung vorgenommen werden. Erst dadurch wird ein vollwertiger Impfschutz erreicht. Häufig werden Welpen bereits beim Züchter erstmals geimpft, so dass der neue Tierbesitzer die Zweitimpfung vornehmen lassen muss. Fragen Sie deshalb beim Kauf eines Hundes grundsätzlich nach dem Impfstatus des Tieres und lassen Sie sich gegebenenfalls den Impfpass aushändigen. Wenn die Grundimmunisierung abgeschlossen ist, sind zur Erhaltung eines andauernden Impfschutzes Wiederholungsimpfungen im Abstand von einem Jahr erforderlich. Sofern die Grundimmunisierung beim Welpen versäumt wurde, sollte sie unbedingt nachgeholt werden. Dies kann in jedem Lebensalter erfolgen. Für die anschließenden Wiederholungsimpfungen gelten sinngemäß die zeitlichen Abstände von einem Jahr.

SCHUTZIMPFUNGEN KATZE

Katzen, vor allem solche die das Haus bzw. die Wohnung verlassen, so genannte "Freigänger", sind durch verschiedene Infektionskrankheiten gefährdet, gegen die sie nur durch vorbeugende Impfungen geschützt werden können.

Wichtige Infektionskrankheiten der Katze, gegen die eine Schutzimpfung möglich ist:

- Katzenschnupfen
- Katzenseuche
- Leukose
- Tollwut

Zu welchem Zeitpunkt soll die Katze geimpft werden?
Prinzipiell gilt dazu dasselbe wie beim Hund. Die Grundimmunisierung sollte am besten ab der 9. Lebenswoche mit der Erstimpfung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche beginnen. Wegen der eventuell noch vorhandenen, vom Muttertier erworbenen Schutzstoffe muss etwa 3 bis 4 Wochen später die Zweitimpfung vorgenommen werden. Erst dadurch wird ein vollwertiger Impfschutz erreicht. Die Grundimmunisierung gegen Leukose und kann (nach einem negativen Bluttestergebnis) 4 Wochen später gestartet werden und auch sie muss nach 4 Wochen nochmals wiederholt werden. Wenn die Grundimmunisierung abgeschlossen ist, sind zur Erhaltung eines andauernden Impfschutzes Wiederholungsimpfungen im Abstand von einem Jahr erforderlich.

 

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Dr. Simon Kirchler
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