Was sind die Vorteile?

Kastration ist die wirkungsvollste Lösung, wenn man auf Dauer Läufigkeit, Scheinträchtigkeit und Trächtigkeit verhindern, und die Gesundheit der Hündin bis ins hohe Alter erhalten möchte. Der größte Vorteil liegt allerdings in der Vorbeuge gegen Brust- und Gebärmutterkrebssowie Gebärmutterentzündungen (Pyometra). Laut Studien ist erwiesen, dass 6-7 von 10 nicht kastrierten Hündinnen irgendwann in ihrem Leben Brusttumore ausbilden. Dieses Risiko wird durch eine frühzeitige Kastration auf 0,5% gesenkt.

Welche Nachteile birgt eine Kastration?

Die Hormonumstellung bewirkt zwar, dass die Hündin mehr Nahrung aufnehmen will, jedoch kann man das Gewicht durch gezielte Fütterung und genügend Auslauf halten. Hündinnen meist größerer Rassen können - manchmal erst Jahre später - dazu neigen, wegen einer Schwäche des Blasen-Schließmuskels Harntröpfchen zu verlieren (Harninkontinenz). Aber auch dies ist durch eine hormonelle Behandlung weitgehend in den Griff zu bekommen. „Rote" Hündinnen (z.B. Dackel, Irisch-Setter, Spaniel) können nach der Kastration ein verändertes Fell, sog. Babyhaar bekommen.

Wann sollte die Kastration erfolgen?

Der beste Zeitpunkt für den Eingriff ist vor der ersten Läufigkeit oder dann zwischen zwei Läufigkeiten. Je früher der Eingriff erfolgt, desto geringer ist das Risiko von Brusttumoren und auch das Risiko der Harninkontinenz ist bei Frühkastrierten Hündinnen nur halb so groß wie bei Spätkastrierten.

Was passiert beim Eingriff?

Bei der Kastration werden in Vollnarkose die Eierstöcke und bei anormalen Veränderungen manchmal auch die Gebärmutter entfernt. Der Bauch wird vernäht und mit deinem Pflaster abgedeckt. Weitere Medikationen sind nicht notwendig.

Nachsorge

Aufgrund der Minimalinvasiven Kastration erholt sich die Hündin schnell und ist meist schon am folgenden Tag wieder die Alte.

 

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Dr. Georg Moser
Dr. Simon Kirchler
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